Vorschau:
Die mediale Wirkung des Forschungsberichts zur vorschulischen Feststellung von LRS-Risikokindern hatte das alphaPROF-Team in der vergangenen Woche dazu veranlasst, eine eigene Stellungnahme zu verfassen. Hierauf haben wir zahlreiche Reaktionen erhalten, beispielsweise von der bekannten Autorin mehrerer LRS-Ratgeber Ingrid Naegele. Ihre ausführliche Replik stellen wir als Gastkommentar vor: Kommentar von Ingrid Naegele Vielen Dank, dass Sie sich kritisch mit den MRT-Untersuchungsergebnissen der Leipziger Forscher vom MPI mit Kleinkindern zur Prognose von Legasthenie auseinandersetzen, die derzeit vielfältig unkommentiert und nicht hinterfragt veröffentlicht werden. Aber ich befürchte, Ihre ausgezeichnete Stellungnahme wird ebenso wenig den Weg in die öffentliche Diskussion finden wie die kritische Auseinandersetzung von Böttinger aus dem Jahr 2016. Leipziger Neurowissenschaftler glauben „beweisen“ zu können, dass man Legasthenie bereits vor dem Schulbeginn mit Hirnscans feststellen kann und fordern gleich, dass alle Vorschulkinder mit dieser kostspieligen Methode untersucht werden. Mit dem Geld für die kostenintensiven MRT-Untersuchungen hätten viele Kinder sinnvolle „Literacy“-Erziehung zum Entdecken und Erforschen von Sprache und Schrift erhalten können. Mögliche Interessen Aus Sicht der Forscher eine clevere Idee, denn so könnten sich die Anschaffungskosten der teuren Apparate rechtfertigen lassen und rasch amortisieren. Andere wie Paracchini verbreiten Untersuchungsergebnisse im Internet, nach denen man die „Krankheit“ Legasthenie sein ganzes Leben behält. Sie sei eine...

Zum vollständigen Beitrag: Gastkommentar von Ingrid Naegele zum Thema „Hirn-Scans und LRS“
http://alphaprof.de/2017/05/gastkommentar-von-ingrid-naegele-zum-thema-hirn-scans-und-lrs/