Vorschau:
„Hast du heute was schönes erlebt?“, frage ich meine Tochter während ich ihr die Zähne putze. Sie nickt. „Nicht bewegen!“, schimpfe ich theatralisch und schrubbe weiter. „Was hast du denn heute gespielt?“ Sie gurgelt etwas. „Nicht sprechen!“, schimpfe ich und als sie lacht: „Nicht lachen!“. Ziemlich genau neun Jahre ist es her, dass ich als kleiner Junge vom Dorf das erste Mal auf die Bildungsmesse Didacta gereist bin. Als Lehramtsanwärter bin ich mit großen Augen neben 100.000 anderen Besuchern durch die Messe gestolpert – gerade frisch im Beruf und ohne viel Sinn und Verstand. Meine älteste Tochter war damals vier Jahre alt und ganz wunderbar. Dieses Wochenende war ich also erneut auf der Didacta. Ein großer Junge vorm Dorf, nicht mehr so frisch im Beruf aber immer noch ohne viel Verstand. Diesmal nicht zum Staunen, sondern als Referent, als Speaker. Microsoft hat mich eingeladen, etwas über meine Erfahrung im Schulalltag mit OneNote zu erzählen. Mich? Mich?? Ich bin immer noch und immer wieder erstaunt. Zur Unterrichtsvorbereitung nutze ich OneNote seit Studientagen und an meiner Schule auch intensiv zur Organisation von Schule. Das ist herausragend praktisch und spart uns in der Praxis wahnsinnig viel Zeit und ich durfte auf der größten Bildungsmesse Europas was darüber erzählen?! Wahnsinn! Nach langem Schul- und Konferenznachmittag ging es Freitag in aller Eile gut los. Gehetzt kam ich am Bahnhof an, war in Gedanken schon bei meinem Vortrag und stieg prompt in den falschen Zug. Ich meine: Ich komme vom Dorf. Wir haben nur ein Gleis. Das ist nicht so richtig kompliziert. Wissen die, wen die da eingeladen haben?, fragte ich mich nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Als ich spät auf dem Messegelände ankomme, fragen mich die Pförtner, ob ich wirklich noch hinein wolle und sehen mich skeptisch an. Und endlich, nachdem ich Halle und Stand gefunden habe, treffe ich Stefan Malter wieder und es gibt...