Vorschau:
Ein beliebiges Konzept, ob digitalen oder pädagogischen Inhalts, kann an einer Schule nur dann erfolgreich sein, wenn es von der Mehrheit der Lehrerinnen und Lehren getragen wird. Das klingt nach einer Binsenweisheit und für Außenstehende womöglich leichter, als es in der Realität ist. Wenn der Chef der Firma X bestimmt, ab morgen von Windows auf Apple zu wechseln, dann ist das eben so. Die Mitarbeiter haben das zu schlucken. Wenn die Stadt München entscheidet, von Windows auf Linux und wieder zurück zu wechseln, dann müssen die Angestellten sich anpassen. Wer das nicht kann, nunja… Eine Schule funktioniert nicht wie eine Firma. Wenn eine Schulleitung die Richtung vorgäbe „ab heute nur noch offene Unterrichtsformen“ und kein Kollege hielte sich dran, würde erstmal nichts passieren. Was auch? Konzepte jeder Art werden gemeinsam mit einem Kollegium entwickelt. Aufgabe einer Schulleitung ist, im Vorfeld viel Denkleistung zu investieren und Arbeitsschritte und -phasen vorzubereiten, damit ein Konzept sinnvoll entstehen kann. (Kleine Nebenbemerkung: Jan Vedder hat den lesenswerten Artikel „Wer ist hier der Boss“ über modernes Leitungsverständnis geschrieben.) Bezogen auf das digitales Konzept einer Schule: Wenn die Lehrerinnen und Lehrer nicht zu weiten Teilen davon überzeugt sind, diesen Schritt mitgehen zu wollen, wird dieser Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Die wenigen engagierten Kolleg*Innen müssten nicht nur Energie investieren, diesen Pfad als erste zu gehen – sie müssten sich gleichzeitig bei Rückschlägen und Problemen immer wieder vor jener Gruppe rechtfertigen, die es „von Anfang an wusste“. Das raubt Kraft und Lust. Will eine Schule den...
Ein beliebiges Konzept, ob digitalen oder pädagogischen Inhalts, kann an einer Schule nur dann erfolgreich sein, wenn es von der Mehrheit der Lehrerinnen und Lehren getragen wird. Das klingt nach einer Binsenweisheit und für Außenstehende womöglich leichter, als es in der Realität ist. Wenn der Chef der Firma X bestimmt, ab morgen von Windows auf Apple zu wechseln, dann ist das eben so. Die Mitarbeiter haben das zu schlucken. Wenn die Stadt München entscheidet, von Windows auf Linux und wieder zurück zu wechseln, dann müssen die Angestellten sich anpassen. Wer das nicht kann, nunja… Eine Schule funktioniert nicht wie eine Firma. Wenn eine Schulleitung die Richtung vorgäbe „ab heute nur noch offene Unterrichtsformen“ und kein Kollege hielte sich dran, würde erstmal nichts passieren. Was auch? Konzepte jeder Art werden gemeinsam mit einem Kollegium entwickelt. Aufgabe einer Schulleitung ist, im Vorfeld viel Denkleistung zu investieren und Arbeitsschritte und -phasen vorzubereiten, damit ein Konzept sinnvoll entstehen kann. (Kleine Nebenbemerkung: Jan Vedder hat den lesenswerten Artikel „Wer ist hier der Boss“ über modernes Leitungsverständnis geschrieben.) Bezogen auf das digitales Konzept einer Schule: Wenn die Lehrerinnen und Lehrer nicht zu weiten Teilen davon überzeugt sind, diesen Schritt mitgehen zu wollen, wird dieser Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Die wenigen engagierten Kolleg*Innen müssten nicht nur Energie investieren, diesen Pfad als erste zu gehen – sie müssten sich gleichzeitig bei Rückschlägen und Problemen immer wieder vor jener Gruppe rechtfertigen, die es „von Anfang an wusste“. Das raubt Kraft und Lust. Will eine Schule den...
Zum vollständigen Beitrag: Tabletschule im Aufbau #4: Das Kollegium mitnehmen
https://halbtagsblog.de/2019/06/08/tabletschule-im-aufbau-4-die-lehrer/